skip to Main Content
Entwicklungsraum Qualitätsdialog

Entwicklungsraum Qualitätsdialog

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dialog als Ich-Du-Beziehung beschreibt Martin Buber als unmittelbar, weil in ihnen wirkliche Begegnung geschieht. Wer sich ganz auf den Anderen einlässt, führt einen wirklichen Dialog mit ihm. 

Dialoge über Qualität in diesem Sinne verweisen auf Vertrauen und Verantwortung, mithin auf die grundsätzliche Bereitschaft, Wirkungen und Auswirkungen der eigenen Arbeit zu beeinflussen. 

Mäßigend Qualitätszirkel führen (wird als Fortbildung angeboten)

Ein besonderes Format „moderierter Qualitätsdialoge“ ist der Qualitätszirkel. Moderation (lat. moderare: mäßigend) bedeutet so viel wie, mäßigend Gespräche führen.  Moderatoren übernehmen tatsächlich temporär Führungsverantwortung, Verantwortung für den Verlauf und das Setting in Qualitätszirkel.

Moderatoren verantworten „sichernde und sichere Räume“, mithin STRUKTUREN,  in denen Entwicklung geplant, gestaltet, gehalten und ausgehalten werden kann.  Jeglicher Qualitätsdialog ist als Prozess angelegt.  Bekannt ist sicher das Prozessablauf-Schema Plan-Do-Check-Act (dtsch: Planen, Umsetzen, Prüfen und lernend korrigieren).

Auch der Qualitätszirkel folgt einem einfachen Prozessschema, leicht zu merken als W-Fragen

  1. Worum geht es?
  2. Was ist Sache?
  3. Wie stehen wir dazu? 
  4. Welche Ideen haben wir dazu?
  5. Wer macht was mit wem bis wann? Wann überprüfen wir, ob es klappt?

Bei der Beantwortung der ersten Frage hilft Denken in Prozessen. Ich frage: Um welchen Prozess geht es?  Welche Prozessebene ist angesprochen: Führung, Geschäft-/Leistung oder Unterstützung?

Ist dies geklärt, kann der zweite Schritt erfolgen. Wie bei der Betrachtung eines Bildes, geht es darum, lediglich das zu beschreiben, was wahrgenommen wird und dieses möglichst vorurteilslos und wertungsfrei.

Im Schritt 3 wird die zuvor sachgerecht und wertfrei beschriebene Qualität von den Teilnehmern des Qualitätszirkels nunmehr bewertet. Dazu sind Bewertungsmaßstäbe erforderlich, transparent und konsensual erzielt.

Maßstäbe hierzu finden sich in:

  • betriebsinternen Anforderungen: etwa das Selbstverständnis und die Qualitätsziele der Organisation oder Teilorganisation; das, was sie gemäß ihrem eigenen Aufgabenverständnis und ihren Konzepten als Qualität ihrer Handlungen und Leistungen anstreben; auch Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen gehören dazu
  • rechtliche und behördliche / amtliche Anforderungen: Kindeswohlorientierung, Schutzinteressen
  • Anforderungen und Bedürfnisse der Adressaten: Zufriedenheit, Entwicklungen, Erfahrungen, Reaktionen  und Wünsche.
  • Anforderungen der Interessenspartner: Zufriedenheit, Erfahrungen, Bedürfnisse und Werthaltungen der beteiligten Kooperationspartner und auch der Kolleginnen und Kollegen.

Der Qualitätszirkel behandelt alle Aspekte einer Situation / Handlung und stellt zunächst fest, in welchen Aspekten die Qualität der betrachteten Arbeitsabläufe zufriedenstellend ist.   Sodann wird herausgearbeitet, welche Aspekte als unzulänglich und veränderungsbedürftig zu betrachten sind. Leitfragen für diese Bewertung sind:

  • Womit sind wir im Sinne unserer Qualitäts-Ziele zufrieden bzw. nicht zufrieden?“ und anschließend:
  • „Wo sehen wir Handlungsbedarf?“

Ist Letzeres beantwortet, geht der Moderator zu Schritt 4 über: Welche Ideen haben wir dazu?

Hier klärt der QZM, was unmittelbar verbessert werden soll, werden Verbesserungsvorschläge gesammelt, bewertet, gegeneinander abgewogen, evtl. miteinander kombiniert usw.  Am Ende dieses Abwägungsprozesses steht ein Entschluss, wie die betreffende Handlung künftig ausgeführt werden soll und wann ihre Wirksamkeit zu überprüfen ist (alles Gute braucht seine Zeit).

Im letzten Schritt werden Aufgaben verteilt und Termine vereinbart.

  • Wer übernimmt welche Aufgabe, wer muss informiert, wer gefragt werden?
  • Wird die neue Vorgehensweise zuerst unverbindlich erprobt?
  • Welche begleitenden Maßnahmen zu ihrer Realisierung sind notwendig (z.B. organisatorische oder qualifikatorische)?
  • Und nochmals: Wann soll eine Auswertung des bis dahin Erreichten stattfinden?

Na los, traut Euch! 

Back To Top